Publikationen
Aktuelles für Tibet von der International Campaign for Tibet - Dezember 2005
Liebe FreundInnen und FördererInnen von Tibet,
willkommen zur Dezember-Ausgabe unseres elektronischen Newsletters. Anlässlich des dritten Jahrestags des Todesurteils von Tenzin Delek Rinpoche und des Internationalen Tags der Menschenrechte bitten wir Sie, an der Petition an den UNO Kommissar für Folter, Dr. Manfred Nowak, teilzunehmen. Lesen Sie unten mehr!
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.
Bitte leiten Sie diesen Newsletter an Freunde und Bekannte weiter. Für Anregungen, Kritik und Abonnement wenden Sie sich an: info@savetibet.de.
Das ICT Deutschland Team,
Dechen Pemba, Kai Müller, Daniela Mieritz & Birgit Gangl
Inhalt:
1. Petition an Dr. Manfred Nowak, UNO-Sonderbeauftragte für Folter
Heute am 2. Dezember vor drei Jahren wurde Tenzin Delek Rinpoche zum Tode verurteilt. Proteste auf der ganzen Welt haben seine Hinrichtung gestoppt. Seine Todesstrafe wurde in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt. Zwischen dem 2. und 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) sammeln wir Unterschriften für eine Petition an Dr. Manfred Nowak, dem UNO-Sonderbeauftragten für Folter. Wir wollen ihn auf die Situation von politischen Gefangenen wie Tenzin Delek Rinpoche aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass Folter systematisch in chinesischen Gefängnissen angewandt wird. Dr. Nowak hat gerade einen zweiwöchigen Besuch in China und Tibet abgeschlossen und muss nun Bericht erstatten.
Die Unterschriften werden an das Büro von Dr. Nowak von ICT Europe übergeben.
Lesen Sie hier die Petition und unterzeichnen Sie: http://www.savetibet.org/de/aktion/novakpetition.php
2. Aktuelles
Erneut Übergriffe auf buddhistische Mönche in Tibet
Friedlicher Protest in Lhasa gewaltsam beendet – Bundesregierung muss offen Stellung zu Menschenrechtsverletzungen in Tibet beziehen.
Berlin, 1. Dezember 2005: Eine neue Welle „Patriotischer Umerziehungsmaßnahmen“ hat in Tibet zu Protesten buddhistischer Mönche geführt. Die chinesischen Behörden reagieren auf den friedlichen Widerstand der Geistlichen mit scharfen Restriktionen. Ihren Höhepunkt finden diese seit letzter Woche: mehrere Mönche des Drepung-Klosters unweit der Hauptstadt Lhasa sind verhaftet und an bisher unbekannte Orte verschleppt worden. Berichte sprechen von gewaltsamen Aktionen der Sicherheitskräfte. Geistliche seien geschlagen und misshandelt worden.
Klicken Sie hier, um den gesamten Artikel zu lesen: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=216
Neue Bundeskanzlerin Merkel muss gegenüber chinesischer Staatsführung für Gespräche mit dem Dalai Lama eintreten
ICT: Freiheit und Autonomie der Tibeter noch in weiter Ferne - Deutsche Außenpolitik darf sich nicht wegducken.
25. November 2005: Die Tibet-Frage muss von der neuen Bundesregierung gegenüber der Volksrepublik China offen thematisiert werden, forderte die International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) heute in einem Schreiben an die neue Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. In ihren Gesprächen mit der chinesischen Staatsführung dürfen Selbstbestimmungsrecht und Menschenrechte der Tibeter nicht ökonomischen oder strategischen Interessen untergeordnet werden, heißt es in dem Schreiben weiter.
Klicken Sie hier, um den gesamten Artikel zu lesen: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=215
Peking annektiert Symbol-Tier
Die seltene tibetische Antilope soll als eines von fünf Maskottchen für die Olympiade 2008 in Peking werben. Tibetische Exilgruppen finden die Kür von „Yingying“, so der chinesische Name der Stoffpuppe, zu Chinas Olympia-Botschafter gar nicht lustig. Sie werfen Peking politische Propaganda vor. Das Maskottchen sei ein Versuch, „Chinas Herrschaft über Tibet zu legitimieren“, kritisierte der Präsident der Internationalen Kampagne für Tibet (ICT), John Ackerly, in Washington. „Es ist eine Ironie, dass sie eine Tierart ausgewählt haben, die zum Teil auch wegen der Präsenz Chinas in Tibet vom Aussterben bedroht ist.“ Weniger als 100 000 Exemplare leben noch in freier Wildbahn im Himalaja - in den 1950er Jahren waren es noch eine Million. Soldaten der chinesischen Volksbefreiungsarmee hätten sie zu Tausenden gejagt und getötet, so ICT.
Klicken Sie hier, um den gesamten Artikel zu lesen: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=214
3. Veranstaltungshinweis
Ausstellung „Fields of Shame“
7. - 10. Dezember 2005
11.00 - 16.00 Uhr
Ort: Platz vor dem Roten Rathaus, Berlin
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und das Zentrum für Theorie und Praxis der Demokratie aus Krakau zeigen eine Ausstellung über Menschenrechtsverletzungen.
China und Tibet, Burma, Kuba, Nordkorea - die Menschenrechtssituation in diesen Ländern ist katastrophal: Menschen werden systematisch wegen ihrer politischen oder religiösen Anschauungen verfolgt, inhaftiert, gefoltert, im schlimmsten Falle ermordet. Die Wanderfotoausstellung "Fields of Shame", die in diesem Herbst in 36 deutschen Städten zu sehen ist, dokumentiert auf 100 Metern Bauzaun Menschenrechtsverletzungen in diesen Staaten. ICT ist mit einem Informationsstand vertreten - besuchen Sie uns am 7. Dezember!

