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Aktuelles für Tibet von der International Campaign for Tibet #6 - November 2004
Liebe Freunde und Förderer von Tibet,
Willkommen zur sechsten Ausgabe unserer elektronischen Newsletter - "Aktuelles für Tibet von der International Campaign for Tibet".
Aus dringendem Grund ist diese Mail eine reine Aktions-mail.
E-Mail/Brief Aktion an Bundeskanzler Gerhard Schröder
Der Bundeskanzler fährt am 5. Dezember 2004 nach China auf Staatsbesuch. Wie jedes Jahr. Langsam wird es Zeit, deutlich über Tibet und die Menschenrechte zu reden, nicht nur über das Geschäft!
Bitte schreiben Sie - per e-mail, Brief oder Fax - an Bundeskanzler Schröder. Er trifft am 6. Dezember in Peking die chinesische Regierung, alle diejenigen, die für die Zerstörung der Kultur und Religion der Tibeterinnen und Tibeter in Tibet verantwortlich sind und die Tenzin Delek retten können.
Fordern Sie den Bundeskanzler auf, sich endlich mutig und entschlossen für Tibet einzusetzen.
Fordern Sie ihn auch auf, das Waffenembargo gegen China aufrechtzuerhalten, bis alle Bedingungen erfüllt sind, damit China die Menschenrechte und den Frieden wahrt.
Wir haben einen Briefvorschlag an Gerhard Schröder am Ende dieser Mail, den Sie gerne kopieren und in Ihre E-Mail an Gerhard Schröder einfügen können. Über eine Kopie Ihrer Mail an info@savetibet.de würden wir uns freuen!
E-mail: internetpost@bundeskanzler.de
Fax: 030/4000-2357
Fantastisches Ergebnis der Wall of Hope Tournee!
7269 Postkarten!! Ende der Wall of Hope Tournee für Tenzin Delek Rinpoche - herzlichen Dank an alle unserer Förderer!
Am Dienstag, 23. November, wurde alle 7269 Postkarten im Auswärtigen Amt übergeben. Staatsministerin Kerstin Müller hat die Karten im Namen des Außenministers Joschka Fischer entgegen genommen. Die bunte 'Wall of Hope' wurde auch im Auswärtigen Amt aufgestellt!
Alle Karten, die uns noch erreichen - am Mittwoch kamen noch 122 per Post!! - werden wir ans Auswärtige Amt weiterleiten.
Auf unserer Tournee haben wir uns sehr über den Zuspruch und die Unterstützung in acht Städten Deutschlands gefreut. Unterwegs haben wir auch viele von Ihnen persönlich kennengelernt und bedanken uns sehr herzlich für Ihre Engagement. Es hat uns inspiriert und Kraft gegeben. Ebenfalls bedanken wir uns bei den Tausenden, die uns Karten zugesandt haben und ihre Stimme für Tenzin Delek Rinpoche gegeben haben. Nach 6 Tage in Berlin ist Geshe Lobsang Tenpa am Mittwoch weiter nach London geflogen.
Klicken Sie hier, um die Presseerklärung zu lesen und die Bilder zu sehen. Klicken Sie hier um Fotos von der Wall of Hope Tour zu sehen
Bitte senden Sie "Aktuelles für Tibet von der International Campaign for Tibet" auch an Ihre Freunde und Bekannte. Falls Sie unseren Newsletter abonnieren oder abbestellen möchten, schreiben Sie bitte an info@savetibet.de, Stichwort: E-Mail Update abonnieren.
Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge - über alles freuen wir uns! - schreiben Sie bitte ebenfalls an info@savetibet.de
Vielen Dank, dass Sie sich mit uns für Tibet einsetzen.
Dechen Pemba und Dr. Gudrun Henne
(Kampagnenkoordinatorin) (Geschäftsführerin)
BITTE NICHT VERGESSEN: SCHREIBEN SIE AN GERHARD SCHRÖDER. BIS ZUM 5. DEZEMBER 2004 - BRIEFVORSCHLAG UNTEN
*So können Sie die ICT auch finanziell unterstützen*
International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
Marienstr. 30, 10117 Berlin
Tel: 030 27879086, Fax: - 87
E-mail: info@savetibet.de
www.savetibet.de
Bank für Sozialwirtschaft
Spendenkonto: 32 104 00
BLZ: 100 205 00
Herrn
Bundeskanzler Gerhard Schröder
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Str. 1
10557 Berlin
Ihre China-Reise:
- Verhandlungen zwischen der chinesischen Regierung und dem Dalai Lama
- Bedingungen für die Aufhebung des Waffenembargos
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
am 5. Dezember 2004 fahren Sie zum sechsten Mal als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland nach China. Sie reisen mit einer großen Verantwortung für die deutsche Wirtschaft, für die Sicherheit im ostasiatischen Raum, für die Gestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert.
Aus der politischen Annäherung zwischen Deutschland und China ist in Ihrer bisherigen Amtsperiode eine deutsch-chinesische Freundschaft geworden. Sie sind der erste Kanzler, der jährlich nach China reist. Mit einem Warenimport von 25 Mrd. Euro aus China und 18 Mrd. Euro Importen aus China nach Deutschland, bedeutenden Direktinvestitionen deutscher Unternehmen, über 10 000 chinesischen Studenten und ungezählten Besuchen deutscher Minister, Parlamentarier und Beamte und Unternehmer besteht zwischen China und Deutschland eine freundschaftliche Beziehung.
Zu einer Freundschaft gehört Ehrlichkeit und der Mut, manchmal unangenehme Dinge zum Wohle der Freundschaft und zum Wohle des Freundes zu sagen und den Freund klar und deutlich um etwas zu bitten, wenn man ihm einen großen Gefallen tut.
Tibet, Herr Bundeskanzler, gehört zu dieser Kategorie unangenehmer Dinge. Tibet und die Aufhebung des Waffenembargos.
Die Lösung des Tibet-Konflikts
Ende September 2004 sind zwei Gesandte des Dalai Lama von einer dritten Reise nach China und Tibet zurückgekehrt. Anders als die beiden ersten Reisen in den Jahren 2002 und 2003 wurden erstmals inhaltliche Diskussionen in freundlicher Atmosphäre zwischen den Parteien über Tibet geführt. Es besteht zwischen dem Dalai Lama und der chinesischen Regierung Einigkeit darüber, dass Tibet im Staatsverband der Volkrepublik China verbleiben soll. Jedoch zeigten sich zwischen den Gesprächspartnern große Differenzen über mehrere bedeutende Fragen zur Zukunft Tibets. Viele Themen einer wirklichen Selbstverwaltung Tibets innerhalb des chinesischen Staates bedürfen ausführlicher Erörterung und des Bemühens, eine Verständigung zu erreichen.
Sprechen Sie Tibet bei Ihren Gesprächen mit Hu Jintao, Wen Jiabao und Mitgliedern des Politbüros an. Bitten Sie um eine zügige Fortsetzung der Gespräche mit der tibetischen Regierung-im-Exil in regelmäßigen Abständen und die Erarbeitung gemeinsamer Vorstellung für die Zukunft Tibets.
Die Aufhebung des Waffenembargos
Eine Aufhebung des Waffenembargos durch die Europäische Union, wie Sie sie letztes Jahr zugesagt haben, wäre für China eine bedeutende Geste der Freundschaft. Freundschaft ist immer gegenseitig. Es darf nicht sein, dass diese Geste einzig durch binnen-politische Veränderungen in der EU bedingt ist (i.e. veränderte Regeln in der Rüstungsexportkontrolle). Vielmehr bedarf es auch Chinas eindeutiger Gesten im sicherheits-, demokratie - und menschenrechtspolitischen Bereich:
- Dauerhafte Lösung des Tibetkonflikts durch einen Vertrag mit dem Dalai Lama und der Regierung-Tibets-im-Exil, die den Tibetern zur Wahrung ihrer Identität und Kultur ausreichende Autonomie-Rechte innerhalb der Volksrepublik China einräumt.
Dieser Vertrag wäre ein weltweites Symbol für die ernsthafte Absicht Chinas zu positiv-konstruktiver Konfliktlösung. - Freilassung von Tenzin Delek Rinpoche und anderer politischer Gefangener und Aufnahme eines rechtsstaatlichen und international transparenten Gerichtsverfahrens.
- Ratifizierung und erkennbare Umsetzung des Paktes für bürgerliche und politische Rechte.
- Ratifizierung und erkennbare Umsetzung des Übereinkommens von Ottawa über das Verbot von Antipersonenminen von 1997.
- Revision der Haltung gegenüber den Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens welche von der Regierung immer noch als konter-revolutionär bezeichnet wird.
- Freilassung aller politischen Gefangenen, die im Zuge der Ereignisse vom Juni 1989 verhaftet wurden.
- Nachträgliche Ehrung der Opfer vom 4. Juni 1989 durch Anerkennung der Mütter von Tiananmen.
Sehr geehrter Herr Schröder! Die chinesische Kultur schätzt Stärke, Selbstbewusstsein und Entschlossenheit. Nur wenn Sie unsere Werte vertreten, werden Sie ernst genommen als wirklicher Freund. Seien Sie ein wirklicher Freund der chinesischen Regierung und ein Gestalter der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, mutig, entschlossen, ausdrücklich.
China wird es Ihnen danken, die deutschen Bürger werden es Ihnen danken und nicht zuletzt die Tibeter und Tibeterinnen weltweit.
Mit ermutigenden Grüßen,

