Liebe FreundInnen und FörderInnen von Tibet,
eingeknickt vor Pekings Befindlichkeiten: die Deutsche Post will für ICT keine Marken mit den Dalai Lama abdrucken. Daneben: Neues von der Debatte über die deutsche Chinapolitik. Neuer Beleg für das harte Vorgehen Chinas in Tibet: ein tibetischer Nomade wird zu acht Jahren Haft verurteilt. Im Rückblick: ICT beim RTL-Spendenmarathon. Letzte Chance für eine Bestellung vor Weihnachten: der ICT-Kalender für 2008.
Ihr ICT-Team
INHALT:
- Aktuelles: Post will Dalai Lama nicht abdrucken
- Rückblick: RTL-Spendenmarathon
- Termine
- Im ICT-Shop: Tibet-Kalender für 2008
Deutsche Post will den Dalai Lama nicht abdrucken - Angst vor Peking und Vorrang von Geschäftsinteressen
Diese Marke hatte ICT der Post für den Abdruck auf ihren "Plusbrief"- Produkten vorgeschla- gen. Foto: ICT.Ab einer bestimmten Bestellmenge können Kunden der Deutschen Post Briefumschläge selbst gestalten - inklusive einer aufgedruckten Wertmarke. Die Deutsche Post ist mit ihrem Tochterunternehmen DHL auf dem chinesischen Markt tätig.
Ein Bericht des "Spiegel" kann hier nachgelesen werden (Hinweis: ICT übernimmt keine Haftung für den Inhalt externer
Internetseiten): http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,521020,00.html
ICT hat eine Pressemitteilung zum Vorgang herausgegeben: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=344
Wegen des großen Interesses wollen wir die Motive nun selbst - leider nicht als Wertzeichen - drucken, die voraussichtlich im Januar in der Geschäftsstelle erhältlich sind. Bei Interesse senden Sie uns bitte eine E-Mail, damit wir Sie auf dem Laufenden halten können: info@savetibet.de
Debatte über deutsche Chinapolitik geht weiter - Streit in großer Koalition und Stellungnahme der Tibeter
Kelsang Gyaltsen, Gesandter des Dalai Lama. Foto: Office of Tibet, Genf.In einer Stellungnahme zur Debatte bezeichnete der Gesandte des Dalai Lama in Europa, Kelsang Gyaltsen, das Treffen der Kanzlerin mit dem Dalai Lama als ein "Signal der Hoffnung für alle Tibeter in Tibet und im Exil" und widersprach in Deutschland aufgekommenen Stimmen, die den Nutzen des Treffens für die Tibeter in Zweifel gezogen hatten. ICT hatte in einem Schreiben an mehr als 100 Bundestagsabgeordnete dazu aufgerufen, geschlossen für die Rechte der Tibeter einzutreten und das Treffen der Kanzlerin mit dem Dalai Lama nochmals begrüßt.
Die Stellungnahme des Gesandten des Dalai Lama kann hier nachgelesen werden (Hinweis: ICT übernimmt keine Haftung für den Inhalt externer Internetseiten): http://www.tibetoffice.ch/news/stellungnahme_hhdl_merkel.htm
Chinesische Behörden bleiben unnachgiebig: acht Jahre Haft für friedlichen Protest eines tibetischen Nomaden

Das Auge des Staates sieht mit - ein chinesischer Armeeangehöriger beim Festival in Lithang. Foto: privat.
Der Tibeter Runggye Adak ist laut Berichten der staatlichen chinesischen Medien zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er am 1. August 2007 während einer öffentlichen Veranstaltung die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet gefordert hatte. Unmittelbar nach dem Vorfall im osttibetischen Lithang war der 52-jährige Nomade festgenommen und kurze Zeit später wegen „Anstiftung zur Spaltung des Landes“ vor einem örtlichen Gericht angeklagt worden. Die Festnahme hatte zu friedlichen Protesten der tibetischen Bevölkerung geführt, worauf die chinesischen Behörden mit einer massiven Sicherheitspräsenz, Hausdurchsuchungen und anderen Einschüchterungen reagiert hatten. Drei weitere Tibeter wurden im gleichen Fall zu ebenfalls hohen Haftstrafen verurteilt.
ICT kritisierte das
Urteil als Verstoß gegen fundamentale Menschenrechte. „Wenn die
chinesischen Behörden auf eine friedliche Meinungsäußerung eines
Tibeters in dieser Schärfe reagieren, ist dies ein schlechtes Zeichen
für die Menschenrechtssituation in Tibet und China, insbesondere vor
den Olympischen Spielen 2008“, zeigte sich ICT-Geschäftsführer Kai
Müller besorgt.
Mehr Informationen über den Vorfall können Sie hier erhalten (englisch): http://www.savetibet.org/news/newsitem.php?id=1186.
2. Rückblick: RTL-Spendenmarathon
RTL-Spendenmarathon: Rekordergebnis und Erfolg für ICT
Projektpate Hannes Jaenicke war vor Ort. Foto: RTL/Gregorowius.
aber auch mit der Einrichtung eines Projektes zur Hilfe traumatisierter Kinder helfen. Das RTL vorgeschlagene Projekt wird in den nächsten fünf Jahren umgesetzt.
Pünktlich zum Start des Spendenmarathons hat ICT auch ihre neue Internetseite www.tibet-spenden.de freigeschaltet. Darauf auch enthalten die eindrucksvolle Rede Richard Geres aus Anlass der "Cinema for Peace 2007" in Berlin.
Die neue ICT-Internetseite finden Sie hier: http://www.tibet-spenden.de.
Die Rede des ICT-Vorstandsvorsitzenden Richard Gere aus Anlass der "Cinema for Peace 2007" in Berlin können Sie hier ansehen (Flash-Video): http://www.tibet-spenden.de/richard_gere_video.html.
Ganz unter dem Eindruck der aktuellen Debatte über das Treffen Angela Merkels mit dem Dalai Lama stand am 14. November die gut besuchte Podiumsdiskussion des Tibetgesprächskreises im Deutschen Bundestag. Die überparteiliche Gruppe von rund fünfzig Abgeordneten in Deutschen Bundestag hatte mit Unterstützung von ICT Experten aus Politik, Wissenschaft, Medien und Sport geladen, um die jüngsten Entwicklungen in Tibet im Vorfeld der Olympischen Spiele zu diskutieren. Mit dabei auch Kelsang Gyaltsen, Gesandter des Dalai Lama in Europa und Kelsang Gope, Vorsitzender des Vereins der Tibeterjugend in Europa.
Vorlesungsreihe "Menschenrechte und Minderheiten" in der Humboldt-Universität zu Berlin

ICT-Geschäfts-
führer Kai Müller. Foto: ICT.
- Zeit: Dienstag, 11. Dezember 2007, 18.00 Uhr.
- Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Bebelplatz 1, Raum E44.
- Verkehrsanbindung: Bus 100, Haltestelle "Staatsoper".
4. Geschenkidee: Der ICT-Kalender 2008
Historische Karten Tibets: ICT-Kalender 2008
Der ICT-Kalender für 2008Kalenderthema in diesem Jahr: eindrucksvolle historische Landkarten zeigen Tibet vor der Besetzung durch China. Während kunstvolle Thangkas den kulturellen Reichtums Tibets belegen, dokumentieren politische Landkarten etwa aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, dass Tibet einst ein unabhängiger oder autonomer Staat war.
Preis: 17,90 Euro (inklusive 3,90 Euro Versand). Mit dem Kauf eines Kalenders unterstützen Sie den friedlichen Einsatz für Tibet!

