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Tibet-News März 2007

Liebe FreundInnen und FörderInnen von Tibet,

am Samstag, den 10. März, findet vor der Gedächtniskirche in Berlin die jährliche Solidaritätsdemonstration für Tibet statt, mit der an den tibetischen Volksaufstand von 1959 gedacht wird. Wir bitten Sie um zahlreiche Teilnahme!

Dr. Isabelle Riesenkampff

INHALT:

  1. Aktuelles
  2. Veranstaltungshinweise

1. Aktuelles

Richard Gere bei Pressekonferenz der International Campaign for Tibet in Berlin

Richard Gere Richard Gere. Foto: "Cinema for Peace"
Am 12. Februar stellte Richard Gere, Schauspieler und Vorstandsvorsitzender der International Campaign for Tibet (ICT), auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von "Cinema for Peace" und ICT-Deutschland den ICT-Bericht „Gefährliche Flucht“ vor. "Gefährliche Flucht" dokumentiert die Gefahren für tibetische Flüchtlinge, die aufgrund der Repressionen in Tibet über den Himalaja ins Exil fliehen. Die Broschüre geht besonders auf das Schicksal der 17-jährigen tibetischen Nonne Kelsang Namtso ein, die im September letzten Jahres in der Nähe der nepalesischen Grenze von chinesischen Sicherheitsbeamten erschossen wurde. Auf der Pressekonferenz wurde ein Video des rumänischen Kameramanns Sergiu Matei gezeigt, das unwiderlegbar beweist, wie die Grenzsoldaten auf die wehrlosen tibetischen Flüchtlinge schießen. Auch auf der Gala von "Cinema for Peace", die im Rahmen der Berlinale jährlich unter der Schirmherrschaft von Eva Luise Köhler, der Frau des Bundespräsidenten, veranstaltet wird, war der Film zu sehen. In zahlreichen Beiträgen deutscher wie internationaler Zeitungen wurde auf die Tibet-Thematik eingegangen. Richard Gere forderte Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, sich für die Aufklärung des Falles einzusetzen und sich im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands für Tibet stark zu machen.

Richard Gere Richard Gere im Gespräch mit Bundestagsabgeordneten. Foto: ICT
ICT organisierte außerdem ein Treffen mit mehreren Bundestagsabgeordneten und forderte sie auf, ihr Engegement für Tibet beizubehalten. In einem lebhaften Gespräch informierte sich Gere u.a. über die geplanten Aktivitäten des Deutschen Bundestages vor der Olympiade in Peking 2008. Er bat die Abgeordneten, "die offene Tibetfrage immer und immer wieder anzusprechen."
 
 

Um mehr über die Pressekonferenz zu erfahren, klicken Sie bitte auf folgenden Link:http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=305

Den Bericht „Gefährliche Flucht“ können Sie hier als PDF- Datei herunterladen: http://www.savetibet.org/documents/pdfs/2006RefugeeReportGerman.pdf

Ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit Richard Gere können Sie hier einsehen:http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/923/101822/

Einen Gastbeitrag Richard Geres im Berliner Tagesspiegel können Sie hier einsehen: http://www.tagesspiegel.de/meinung/archiv/12.02.2007/3074439.asp

Tibet-Ausstellung in Berlin wird von deutschen Tibetorganisationen kritisiert

Tibet-Ausstellung

Vom 21. Februar bis zum 28. Mai 2007 ist im Museum für Asiatische Kunst in Berlin die Ausstellung „Tibet - Klöster öffnen ihre Schatzkammern“ zu sehen. Die Tibetunterstützergruppen International Campaign for Tibet, Tibet Initiative Deutschland und der Verein der Tibeter protestierten am 20. Februar vor dem Museumsgebäude. Sie machten darauf aufmerksam, dass historische Fakten, wie die Kulturrevolution, bei der mehr als 6.000 der praktizierenden Klöster zerstört und hunderttausende Tibeter ermordet wurden, keine Erwähnung finden. ICT ist besorgt darüber, dass Besucher der Ausstellung einen falschen Eindruck von der Realität Tibets erhalten könnten, die bis heute durch Menschenrechts-verletzungen sowie politische und religiöse Unterdrückung gekennzeichnet ist.

Um die gemeinsame Erklärung der Tibet-Unterstützergruppen zu lesen, klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=308

Einen Artikel des Spiegel-Online können Sie hier einsehen: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,467439,00.html

Auch auf internationaler Ebene wurde über die Ausstellungseröffnung berichtet: http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=15630&article=Tibetan+Exhibition+Draws+Criticism

Europäisches Parlament fordert Peking zur Fortsetzung der Dialogbemühungen mit Vertretern des Dalai Lama auf

EU Das Europäische Parlament hat am 15. Februar in einer Entschließung die chinesische Staatsführung aufgefordert, den Dialog mit den Vertretern des Dalai Lama „ohne Vorbedingungen“ wieder aufzunehmen und fortzuführen. Zuvor hatten Vertreter der im Parlament vertretenen Fraktionen auch auf die schlechte Menschenrechtslage in Tibet und auf die Alternativlosigkeit der Dialogbemühungen hingewiesen. „Die Entschließung ist ein wichtiges Signal zu einem Zeitpunkt, da die Dialogbemühungen ins Stocken geraten zu sein scheinen“, erklärte hierzu Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet Deutschland (ICT). Das Parlament forderte ferner die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, die Tibetfrage bei den Verhandlungen über das neue Partnerschafts- und Kooperations-Rahmenabkommen zwischen der EU und China zu berücksichtigen.

Um die Resolution im Wortlaut zu lesen, klicken Sie bitte hier: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P6-TA-2007-0055+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE

Neue Informationen über am Nangpa-Pass gefangen genommene Kinder

EU Laut neuer Informationen wurden die Tibeter, die während der Schüsse am Nangpa-Pass im September letzten Jahres fest genommen wurden, einige Tage bis zu mehreren Monaten in Haft gehalten. Mindestens 25 Tibeter wurden von den Sicherheitskräften am 30. September 2006 inhaftiert, darunter mindestens zehn Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren. Nach Aussage eines Tibeters aus der Gruppe, der jetzt im Exil lebt, wurden die älteren Jugendlichen schwer geschlagen und einige Kinder, die nicht unmittelbar von ihren Eltern abgeholt wurden, befanden sich mehr als drei Monate im Gefängnis.

2. Veranstaltungshinweise

Demonstration für Tibet

10. März

  • Datum: 10. März
  • Zeit: 12 Uhr
  • Ort: Gedächtniskirche, Berlin

Um des 48. Jahrestages des tibetischen Volksaufstandes zu gedenken, veranstaltet ICT mit dem Verein der Tibeter in Deutschland und der Tibet Initiative Deutschland eine Solidaritätsdemonstration vor der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen!

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