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Tibet-News Januar 2007

Liebe FreundInnen und FörderInnen von Tibet,

willkommen zur Januarausgabe des elektronischen Newsletters. Die International Campaign for Tibet wünscht allen Lesern ein glückliches neues Jahr 2007!

Dr. Isabelle Riesenkampff

INHALT:

  1. Aktuelles
  2. Veranstaltungshinweise

1. Aktuelles

Sondergesandter des Dalai Lama erläutert Position der Tibeter in den Dialogbemühungen mit der chinesischen Staatsführung

Lodi Der Sondergesandte des Dalai Lama, Lodi Gyari, gab am 14. November in der Brookings Institution in Washington Auskunft über den derzeitigen Stand der Dialoge zwischen den Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Staatsführung. Dabei ging Gyari detailliert auf die Position der Tibeter ein.

Gesandte des Dalai Lama und die chinesische Regierung haben sich seit dem Jahr 2002 fünf Gesprächsrunden getroffen. Gyari erklärte, dass diese Diskussionen ein neues Niveau erreicht hätten: "Beide Seiten haben mittlerweile ein tieferes Verständnis der jeweils anderen Position und davon, wo die gravierenden Unterschiede liegen."

Die Stellungnahme kann auf der Website der Brookings Institution eingesehen werden: http://www.brook.edu/fp/china/events/20061114.htm

UN Watch: Vereinte Nationen müssen über Menschenrechtsverletzungen in Tibet debattieren

unlogo Die Nichtregierungsorganisation "UN Watch" hat den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen dazu aufgefordert, Chinas Menschenrechtsverletzungen in Tibet mit der gleichen Aufmerksamkeit zu behandeln, wie die Lage in Darfur. In einer Stellungnahme vor der dritten regulären Tagung des Menschenrechtsrates am 1. Dezember in Genf sagte eine Vertreterin der Organisation: "UN Watch begrüßt die Sondersitzung für Darfur, weist den Menschenrechtsrat aber auch auf die Menschenrechtsverletzungen in den 16 anderen Ländern und 3 umstrittenen Territorien hin, die, einer Liste der NGO "Freedom House" zufolge, als die schlimmsten der Welt gelten." Laut dieser Erklärung werden dort u. a. "die Unterdrückung politischer Dissidenten und der Medien in China, wie auch die Menschenrechtsverletzungen im besetzten Tibet" aufgeführt.

"Wir hoffen, dass zumindest einige dieser gravierenden Situationen zu den nächsten Prioritäten des Rates gehören werden", erklärte UN Watch weiter.

Um einen ausführlicheren Bericht auf Englisch zu lesen, klicken Sie bitte hier: http://www.savetibet.org/news/newsitem.php?id=1067

Sorge um Sicherheit eines inhaftierten Tibeters nach Treffen mit UN-Sonderberichterstatter

Jigme

Berichte über Misshandlungen und Isolationshaft nach seinem Gespräch mit dem UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak, im November 2005 haben zu großer Sorge über die Sicherheit und den Gesundheitszustand des politischen Gefangenen und früheren Mönchs Jigme Gyatso geführt.

Jigme Gyatso, der aufgrund des Vorwurfs "konter-revolutionärer Handlungen" und "der Anstiftung zur Spaltung des Landes" zu 18 Jahren Haft verurteilt wurde, war in diesem Jahr schon mehrere Wochen im Krankenhaus und ist aufgrund einer Beinverletzung nicht fähig, beschwerdefrei zu gehen. Der UN-Sonderberichterstatter für Folter, der ihn während eines offiziellen Besuches im Chusur-Gefängnis am 27. November 2005 getroffen und seine Freilassung gefordert hatte, wurde von ICT über die Sorge um Gyatsos Gesundheitszustand und seine Haftbedingungen informiert.

Mehr dazu finden Sie unter folgendem Link:

http://www.savetibet.org/news/newsitem.php?id=1065

Helfen Sie mit und beteiligen Sie sich an unserer Online-Aktion für Jigme Gyatso:

http://www.savetibet.org/de/aktion/aktion.php?id=3

Human Rights Watch:"New Housing" Kampagne führt zu vermehrter Armut in Tibet

HRW

Eine politische Kampagne der chinesischen Regierung fordert von tibetischen Dorfbewohnern, unter strikten öffentlichen Bauvorgaben ihre eigenen Häuser neu zu bauen. Diese Kampagne führt laut eines Berichts der in New York ansässigen Human Rights Watch dazu, dass Dorfbewohner verarmen, anstatt wirtschaftlich zu profitieren.

Nach Angaben des Reports hatten die betroffenen Tibeter keine Wahl, ob sie an der Kampagne teilnehmen wollen oder nicht. Es heißt: "Keiner der Interviewten hatte das Recht, die Kampagne abzulehnen oder sich zu widersetzen." Andere Tibeter beschrieben Vorfälle, bei denen die Häuser derjenigen, die sich widersetzten oder die an der Kampagne aus Geldmangel nicht teilnehmen konnten, von Bulldozern zerstört wurden.

Um den ausführlichen Bericht zu lesen, klicken Sie bitte auf folgenden Link: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=292

Pressefreiheit während der Olympischen Spiele? Nicht für Tibet!

Obwohl die chinesische Regierung die Einschränkungen für ausländische Journalisten vor und während der Olympischen Spiele lockern will, wird diese neu erworbene Pressefreiheit nicht für Reportagen über Tibet gelten. Zwar hatte der Pressechef der Olympischen Spiele, Sun Weijia, noch im September in Aussicht gestellt, dass alle ausländischen Journalisten sich überall frei in China bewegen könnten. Ein Sprecher des Außenministeriums widersprach dem allerdings, indem er Anfang Dezember erklärte, dass dies nicht für alle Gebiete zuträfe. Nach der neuen Verordnung sollen Reisen und Interviews vom 1. Januar 2007 bis kurz nach Ende der Olympischen Spiele ohne die bislang erforderlichen Genehmigungen der lokalen Parteistellen möglich werden.

2. Veranstaltungshinweise

Phuntsog Nyidron in Berlin

Phuntsog

In der ersten Dezemberwoche war die bekannte ehemalige politische Gefangene Phuntsog Nyidron zu Gast in Berlin. Am Montag, den 4. Dezember sprach sie in einer Abendveranstaltung, die ICT zusammen mit der Tibet Initiative Deutschland (TID) im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin veranstaltete, über ihre Haftzeit in chinesischen Gefängnissen. Am 6. Dezember begleiteten ICT und TID Phuntsog Nyidron bei einem Gespräch mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke. Nyidron berichtete über Haftbedingungen und Restriktionen, die politische Häftlinge in Tibet hinnehmen müssen.

Dalai Lama in Hamburg

DL

Vom 21. bis zum 27. Juli 2007 wird der Dalai Lama nach Hamburg kommen, um Vorträge zu halten und buddhistische Unterweisungen zu geben. Informieren Sie sich schon jetzt beim Veranstalter, dem Tibetischen Zentrum in Hamburg, und sichern Sie sich Ihre Karte unter:

http://www.dalailama-hamburg.de/index.php?id=3

Treffen von europäischen Tibet-Unterstützergruppen in Berlin

Am ersten Wochenende im Dezember fand ein internationales Treffen europäischer Tibet-Unterstützergruppen in Berlin statt. Der Einladung des Koordinationsnetzwerkes ITSN folgten 70 Teilnehmer aus 19 europäischen Ländern, die während des Treffens Strategien zur Verbesserung ihrer Zusammenarbeit diskutierten. Besondere Beachtung fand dabei die Koordinierung der politischen Arbeit in Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele 2008 in Peking. Das Treffen war das dritte in einer Reihe von weltweiten Treffen, die in diesem Jahr bereits in den U.S.A. und Indien stattgefunden hatten. Das Treffen wurde gemeinsam von ICT und der Tibet Initiative Deutschland organisiert.


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