Liebe FreundInnen und FörderInnen von Tibet,
15 Jahre Haft und Folter durchlebte die tibetische Nonne Phuntsog Nyidron, die am 4. Dezember 2006 um 19.00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin über ihr bewegendes Schicksal sprechen wird. Nutzen Sie die Gelegenheit, sie persönlich zu erleben. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Dr. Isabelle Riesenkampff
INHALT:
Tibetische Protestwelle begleitet Präsident Hu Jintaos Staatsbesuch in Indien
Der Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao in Indien wurde von einer Protestwelle in Indien lebender Exiltibeter begleitet. Der 27 -jährige Lapka Tsering versuchte, sich vor dem Hotel Hu Jintaos in Mumbai selbst zu verbrennen. Polizisten und Sicherheitsbeamten gelang es, die Flammen zu löschen. Tsering erlitt nur geringfügige Verletzungen.
Für große Kritik sorgte auch die Anordnung der indischen Behörden, dass der tibetische Schriftsteller und Unabhängigkeitsaktivist Tenzin Tsundue seinen Wohnort Dharamsala nicht verlassen dürfe. Tsundue hatte bei Besuchen der chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji und Wen Jiabao in den Jahren 2002 und 2005 durch spektakuläre Protestaktionen für großes Aufsehen gesorgt. Die indischen Behörden drohten ihm nun mit der "Ausweisung nach Tibet", falls er das Stadtgebiet des nordindischen Dharamsalas, Wohnort vieler Exiltibeter, verlassen würde. Dharamsala war neben vielen anderen indischen Städten Schauplatz zahlreicher Demonstrationen.
Beobachter befürchten, dass wirtschaftliche Interessen die Unterstützung für den Dalai Lama und die Exiltibeter durch die indische Regierung negativ beeinflussen könnten. Allerdings hatten Äußerungen des chinesischen Botschafters in Delhi schon im voraus für großen Unmut auf indischer Seite gesorgt. Botschafter Yuxi hatte erklärt, der nordindische Bundesstaat Arunachal Pradesh an der Grenze zu Tibet sei Teil der Volksrepublik China.
Offizielle chinesische Informationen bestätigen Haftstrafen tibetischer Geistlicher
Vor kurzem von der Congressional Executive Commission on China (CECC) veröffentlichte offizielle chinesische Informationen belegen, dass das mittlere Volksgericht von Gannan in der Provinz Gansu die buddhistische Nonne Choekyi Drolma im Dezember 2005 zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt hat. Sie steht unter dem Verdacht kleine Poster in Xiahe verteilt zu haben, die regierungskritische Texte enthielten. Man behauptete, sie habe zur "Spaltung des Landes" aufgerufen.
Auch die Mönche Gedun und Jamphel Gyatso wurden des gleichen Vergehens bezichtigt und zu jeweils vier bzw. drei Jahren Haft verurteilt, da sie in einer Studentenversammlung erklärt hatten, dass Tibeter keine Meinungsfreiheit besäßen. Sie hatten sich mit anderen Studenten über Themen wie die tibetische Nationalfahne oder die Loyalität gegenüber dem Dalai Lama unterhalten. Gedun erklärte laut Gerichtsdokument: "Wir sollten den Lehren des Dalai Lama vollkommen vertrauen. Ich bete dafür, dass all meine Freunde hier den Dalai Lama respektieren." Seine Aussagen wurden im Urteilsspruch als "giftige Rede" bezeichnet.
Um mehr über die Vorfälle zu erfahren, klicken Sie bitte auf folgende Links: http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=288
http://www.savetibet.org/de/news/news.php?id=287
Menschenrechtsdialoge mit der Volksrepublik China - Nangpa-Pass Vorfall
Der Vorfall am Nangpa-Pass, bei dem chinesische Sicherheitskräfte das Feuer auf wehrlose tibetische Flüchtlinge eröffnet und die 17 -jährige Nonne Kelsang Namtso erschossen haben, war im Oktober offiziellen Auskünften zufolge Thema beim regelmäßig stattfinden Menschenrechtsdialog zwischen der EU und China. Trotz erdrückender anders lautender Beweise beharrten die Vertreter Chinas auf ihrer Behauptung, chinesische Grenztruppen hätten das Feuer in Notwehr eröffnet und der Todesfall wäre auf "Höhenkrankheit" zurückzuführen. ICT kritisiert, dass die deutsche Bundesregierung diese schwere Menschenrechtsverletzung nicht öffentlich missbilligt hat. "Jährlich nutzen bis zu 3.000 Tibeter die Fluchtroute über den Himalaya. Wir sind nach dem Nangpa-Pass Vorfall in noch größerer Sorge um ihre Sicherheit", so ICT-Geschäftsführer Kai Müller.
ICT ruft die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte Louise Arbour auf, sich für das Schicksal der nach dem Vorfall vermissten tibetischen Flüchtlinge und eine vollständige Untersuchung des Geschehens am Nangpa-Pass einzusetzen.
In kurzer Zeit haben wir allein in Deutschland über 700 Online-Petitionen gesammelt! Vielen Dank an alle Unterzeichner - die Aktion geht weiter: schicken Sie einfach den Link an Freunde und Bekannte:
http://www.savetibet.org/de/aktion/aktion.php?id=7
Erfolg für Tibet-Unterstützer weltweit - umstrittenes Großprojekt wird gestoppt
Nach Protesten tibetischer und chinesischer Umweltaktivisten wurde ein umstrittenes Dammprojekt am für tibetische Buddhisten heiligen Megoe Tso See in Ost-Tibet von den chinesischen Behörden eingestellt. Ein Sprecher der Präfektur von Ganzi erklärte: ".obwohl die Wasserkraft eine saubere Energiequelle ist, sind wir entschieden gegen die Auswirkungen eines Dammbaus auf die Umwelt." Die Entscheidung gegen den Staudammbau ist ein seltenes, aber ermutigendes Beispiel für chinesisches Verwaltungshandeln. Da der Megoe Tso See von zahlreichen heißen Quellen und Wäldern umgeben ist, die mehr als 1.000 Pflanzarten und bis zu 2.000 Tier- und Vogelarten Lebensraum geben, kann dies als ein großer Erfolg für den Erhalt der empfindlichen Flora und Fauna Tibets gewertet werden.
Mehr Informationen hierzu finden Sie unter:http://www.savetibet.org/news/newsitem.php?id=1062
15 Jahre Haft und Folter - eine tibetische Nonne berichtet
- Datum: 4. Dezember
- Zeit: 19.00 Uhr
- Ort: Robert-Havemann-Saal, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Phuntsog Nyidron ist eine 35-jährige tibetische Nonne, die nach 15 Jahren Haft im März dieses Jahres in die USA ausreisen konnte. Sie lebt derzeit in der Schweiz, wo sie unter anderem vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen eine Stellungnahme abgab. Besuchen Sie unsere Veranstaltung, um mehr über ihr bewegendes Schicksal zu erfahren.
Visual Concert "Tibet Impression"
- Datum: 1. Dezember
- Zeit: 20.00 Uhr
- Ort : Passionskirche, Marheinekeplatz 1-3, 10961 Berlin
Am 1. Dezember wird der Musiker Chris Hinze mit dem Fotografen Kai-Uwe Küchler ein Konzert in der Passionskirche geben, bei dem Sie Tibet in Bild und Ton erleben können. Mit seiner Flötenmusik untermalt Chris Hinze die atemberaubenden Tibet-Bilder des Reiseerzählers Kai-Uwe Küchler. Das visuelle Konzert ist sehr sehenswert!
Olympia 2008 - ICT-Aktion "Race For Tibet" geht auch in Deutschland online / Schon über 3.000 Petitionen an Adidas unterschrieben
Die "Peking 2008: Race for Tibet"- Kampagne wurde von ICT initiiert, um die Öffentlichkeit für die Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu sensibilisieren. Wir wollen China auffordern, bis zu den Olympischen Spielen 2008 direkte Gespräche mit dem Dalai Lama zu beginnen und die Menschenrechtspolitik in Tibet zu verbessern.
Eigens für die Kampagne wurde eine Internetseite geschaffen, die Sie unter folgender Adresse einsehen können: http://de.racefortibet.org/index.php
Bislang haben sich mehr als 3.000 Menschen an unserer Adidas-Aktion mit Postkarten oder online beteiligt! Vielen Dank an die Unterstützer - wir sammeln weiter: bestellen Sie Postkarten in der ICT-Geschäftsstelle oder unterzeichnen Sie online:
http://www.savetibet.org/de/aktion/aktion.php?id=6
"Tibetan visions": ICT Kalender für 2007
Der ICT- Wandkalender für das Jahr 2007 zeigt von tibetischen Künstlern gemalte zeitgenössische tibetische Kunst. Sein Erlös kommt der Arbeit von ICT zugute.
Sie können ihn unter folgender Emailadresse bestellen:Ict-d@savetibet.org




