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Publikationen

Aktuelles für Tibet von der International Campaign for Tibet
Februar 2006

Liebe FreundInnen und FördererInnen von Tibet,

willkommen zur ersten Ausgabe des elektronischen Newsletter im Jahr 2006! Auch im Februar gibt es wieder viele spannende Themen, über die wir Sie informieren wollen. Bitte unterstützen Sie unsere Email-Aktion und unterschreiben Sie einen Brief an Google, der die Selbstzensur der Suchmaschine in China kritisiert. Auch rufen wir dazu auf, bei der Demonstration zum 47. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes am 11. März vor der Chinesischen Botschaft teilzunehmen.

Viel Spaß bei der Lektüre und vielen Dank, dass Sie sich mit uns für Tibet einsetzen!

Isabelle Riesenkampff

Inhalt:

  1. Aktuelles
  2. Veranstaltungshinweise
  3. ICT-intern

1. Aktuelles

Google: Selbstzensur in China

Google zensiert die Websuche in China. Wer Wörter wie Tibet, Dalai Lama, Menschenrechte oder andere politisch "heikle" Begriffe in die chinesische Version der Suchmaschine eingibt, erhält keine Resultate oder wird nur auf regierungsnahe Webseiten geleitet. Google unterwirft sich somit der chinesischen Zensur und erleichtert dem Staat unangenehme Internetseiten zu kontrollieren und - auf Dauer - zu eliminieren. Menschenrechtsaktivisten empören sich weltweit über Googles Entschluss, der Internetnutzern in China die Möglichkeit nimmt, sich zu informieren, einen reflektierten Standpunkt zu entwickeln und diesen vor anderen zu vertreten. Der ICT-Geschäftsführer in Berlin, Kai Müller, erklärt: "Informationsfreiheit ist der Schlüssel für eine friedliche, demokratische Entwicklung in China und Tibet. Unternehmen wie Google, Yahoo und Microsoft stehen daher in einer besonderen Verantwortung."

Helfen auch Sie, auf Missstände aufmerksam zu machen und klicken Sie hier, um sich direkt an Google zu wenden!

Neues Gefängnis in Lhasa

In der Nähe von Lhasa wurde ein neues Gefängnis mit mehreren hunderten Häftlingen in Betrieb genommen. Da die Regierung darauf achtet, politische Gefangene von anderen Straftätern zu separieren, verlegte man viele Mönche und Nonnen von Drapchi in der Tibetischen Autonomen Region (TAR) in die Anstalt nach Chusur. Obwohl das Gefängnis schon seit den 60er Jahren als Internierungslager existiert, fiel es ausländischen Beobachtern erst seit seinem Umbau auf. Ehemalige politische Gefangene berichteten ICT von dunklen, streng bewachten Isolationszellen von denen aus man noch nicht einmal den Himmel oder die Berge sehen kann. Sie glauben, man versuche die Inhaftierten psychologisch zu beeinflussen und vergleichen Chusur mit Trisam, einer ideologischen Umerziehungsanstalt westlich von Lhasa.

Klicken Sie hier, um den gesamten Artikel zu lesen

Human Rights Watch prangert Menschenrechtssituation in Tibet an

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch prangert in ihrem Jahresbericht 2006 das Vorgehen der chinesischen Behörden in Tibet an. Insbesondere die "Umerziehungskampagne" Pekings sei politisch motiviert und richte sich gegen die Autorität des Dalai Lama, heißt es in dem Bericht, der am 18. Januar in New York veröffentlicht wurde. Besonders repressiv sei das Vorgehen der Regierungen in Burma, Nord-Korea, Turkmenistan sowie in Tibet und Xinjiang in der Volksrepublik China.

2. Veranstaltungshinweise

Film "Milarepa" auf der Berlinale

  • Datum: 15. Februar
  • Zeit: 21.30h
  • Ort: Filmpalast am Kurfürstendamm, Berlin

Milarepa war ein im 11.Jahrhundert lebender tantrischer Meister und gehört zu den größten Yogis und Asketen Tibets. Obwohl er als Jugendlicher durch schwarze Magie großes Unheil über die eigene Familie brachte, half ihm sein Lehrer Marpa sein böses Karma zu verbüßen. In völliger Abgeschiedenheit verbrachte er viele Jahre meditierend, um anschließend als buddhistischer Lehrer zu wirken. Die Lebensgeschichte des großen tibetischen Weisen wird von Neten Chokling Rinpoche, der selbst geistliches Oberhaupt des Ling Klosters in Bir, Indien, ist, inszeniert.

Eine Wiederholung des Filmes findet am 16.02.06 um 20h im Babylon statt. Karten und weitere Informationen zur Berlinale sind unter www.berlinale.de erhältlich.

Demonstration vor der Chinesischen Botschaft

  • Datum: 11. März
  • Zeit: 11h
  • Ort: gegenüber der chinesischen Botschaft, S-und U-Bahnstation Jannowitzbrücke

Der 10. März erinnert an den Tibetischen Nationalen Volksaufstand von 1959, der von den chinesischen Besatzern brutal nieder geschlagen wurde. Über 86.000 Tibeter hat man damals umgebracht. Der Dalai Lama floh daraufhin nach Nordindien, wo er seit 47 Jahren lebt. Um diesem Tag zu gedenken, wird weltweit in vielen Städten und Gemeinden die Tibetische Flagge gehisst. Setzen auch Sie ein Zeichen und nehmen Sie teil an unserer Demonstration am 11. März um 11h gegenüber der Chinesischen Botschaft, am Märkischen Ufer 54 in Berlin.

3. ICT-intern

In unserer Geschäftstelle in Berlin hat sich einiges geändert. Wir haben einen neuen Geschäftsführer, Kai Müller, und den ICT-Newsletter betreut nun Isabelle Riesenkampff, die für jedes Feedback und Anregungen dankbar ist.

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